diary of a resistor

Wednesday, March 23, 2005

altägyptische Weisheit

Ich bin ein Mensch der Extreme - so sind auch meine Empfindungen, welche nicht immer leicht zu handhaben sind, nicht für mich und nicht für andere. Ein enormes Aufnahmepotential kann manchmal zum Fluch werden, in jeglicher Lebenslage, aber so bin ich nun mal wenn auch manchmal synaptisch fehlgeschalten...

Nach einem für ihn anstrengenden"Julia's Welt Tag" hat mir Michi ein Buch geschenkt "altägyptische Liebesgedichte" (Zitat: "ha, ha, des is wos füa di!") und ich möchte eine Lehre über Frauen daraus mit euch teilen:

Bist du trefflich, gründe dir ein Haus
und liebe deine Frau darin wie es sich gehört.

Fülle ihren Leib und kleide ihren Rücken
Medizin für ihre Glieder ist Salböl.

Erfreue ihr Herz, solange du lebst.
Sie ist ein guter Acker für ihren Herrn.

Wednesday, March 16, 2005

deutsches Motto

Tuesday, March 15, 2005

relativ negativ

Warum werden meine Einträge eigentlich immer als negativ bewertet - bin ich in Deutschland etwa übersarkastisch geworden? Hat mich dieses Land so unmenschlich und unverständlich gemacht? Wahrscheinlich, aber jeder der nie hier leben hatte müssen, kann dies wohl nur schwer nachvollziehen. Ich bin zuversichtlich, mein Positivismus wird wiederkehren, sobald meine Füße auf ewig die deutsche Grenze überschreiten und alles Erdrückende für immer hinter sich lassen.

Ich stelle nun klar:
  1. Birgit, du bist das allerundeutscheste Wesen, das ich kenne, (die Welt in die man hineingeboren wird kann man sich ja nicht aussuchen) du vereinst in dir und um dich herum alle Liebe dieser Welt!
  2. die Feier, wo ich meinen Michi kennenlernen durfte, war einfach genial und die Folgeerscheinungen sind genial zur Potenz (kleines Wortspiel) - danke, dass ihr mich überredet habt mitzukommen!
  3. es gibt auch nette Deutsche (Außnahmen bestätigen die Regel) wie Karin&Michael, oder Artur, Holger und Simon
  4. Ich komme zurück und dann hat das Leiden und Jammern ein Ende!

Monday, March 14, 2005

falsche Wertevermittlung und Konditionierung

Minki und Alois haben mir heute gestanden, dass ihr ganzes "wir vermissen dich und komm zurück zu uns" nicht echt war, sondern blosses Getue von zwei sich in Sicherheit wiegenden, keine echte drohende Gefahr Sehenden. Nun da sie wissen, ich komme mit Anfang Mai wirklich zurürck, haben sie Angst um ihre "Privatsphäre" und fürchten meine dauernde Belagerung. Ich hätte es wissen müssen! Spätestens als sie mich zwangen, sie auf eine Geburtstagsfeier zu begleiten, um mich, hinterlistig wie sie sind, an den Mann zu bringen, der mich von allzu often Besuchen bei ihnen, oder gar Übernachtungen abhalten sollte. Die benannte Feierlichkeit war ein einziges Szenario, welches eine bessere Kulisse nicht hätte bieten können: AC/DC Plakate an den Wänden, eine Figur von Angus Young, Motorradzeitschriften am Klo, White Russian zu trinken, Statistik- und Tierbücher in den Regalen, und ein gerade 30 jähriger aufgeweckter ideal gemischter junger Mann. Zu guter letzt - AC/DC Videos auf Großbildleinwand - dagegen war ich machtlos und davon gingen sie aus! Vorher hatten sie sogar noch meinen Kalender studiert um die rechte Zyklusphase auszuwählen. Als Geschenk verpackt führten sie mich quasi vor, wie ein Reh einem Komodowaran, obschon böse Zungen behaupten, die Opfer/Täter Rollenverteilung sei noch nicht ganz geklärt. Trotz dieser eigentlich geschickt eingefädelten List meiner zwei, vielleicht eines Tages in Glashütten, der Metropole des süd-östlichen Österreichs, wohnenden Freunden, muss ich einmal hier in aller Deutlichkeit sagen: danke! die Früchte eurer Arbeit werden geerntet.

Sunday, March 13, 2005

"Körperpeelings"

Heute habe ich meine Freunde nach deren Besuch im türkischen "Hamam" Bad in Baden getroffen. Sie waren alle sichtlich relaxed aber auch erschöpft nach dem 2 stündigen Badbesuch - was so ein "Körperpeeling" alles bewirkt...nun wo ich erfahren habe, dass bei diesem "Peeling" sogar die Innenseiten der Oberschenkel "behandelt" werden, noch dazu von rassigen und gut ausgebildeten "Masseueren" ziehe ich einen Besuch dessen doch noch in Erwägung, ein 5€ Gutschein spricht auch dafür. Interessant war es zu beobachten, dass sich meine 5 Freunde nach dem Badbesuch und wohl der Tatsache, dass sie sich halbnackt sahen, plötzlich Siezten! Jetzt weiss ich nicht, geschah dies aus Angst oder Respekt...? Fotos gibt es leider keine, zumindest nicht offiziell.

Saturday, March 12, 2005

für mei Mintschi

Mei Liebe Mintschi,
da ich durch mein "ohne Dich Düringer Film anschauen" in tiefe herzzereissende Ungnade gefallen bin und ich selbst in lyrischen Worten nicht den rechten Weg der Entschuldigung einschlagen kann - poste ich hier nur einige unseren gemeinsamen Erlebnissen - wir gehören zusammen, wie der Besen und der Stiel! Und ich schau ihn mir natrütlich mit Dir ein zweites Mal an! Denn ohne Dich ist alles nur halb so lustig!
Dei Weibi

mintschi and me2

mintschi and me1

Diagnose

Mein Haus und Hofpsychologe, (Dr.) MMag Michael Auer, hat mir heute diagnostiziert, dass ich an einem paradoxen Penisneidsyndrom leide, welches sich in der Angst vor Schlangen und Haifischen manifestiert, wobei die Angst vor Haifischen noch nicht eindeutig zuzuordenen ist. Als Therapie schlägt er eine erhöhte Peniskonfrontation vor. Ab Montag werde ich mich mit Phallussymbolen eindecken, natürlich aus rein gesundheitlichen Gründen.

Friday, March 11, 2005

harte An- bzw. Aussichten

Meiner Mintschi zu Liebe, die Kritik übte an meiner allzu präsenten Themenauswahl, schreib ich heute einmal nicht über Sex oder meinen Deutschlandhass...
Heute habe ich für meinen Michl, der selbst immer viel zu sehr im Stress ist von dem ewigen hin- und herpendeln - ganz im Gegensatz zu mir - ein Paket bei der Post abgeholt. Weil das Ganze so schön war, startete ich gleich zwei Versuche hintereinander. Beim ersten Mal hatte ich intelligenter Weise, auf Anraten meines männlichen Counterparts (bzw. "Lebensgefährten", wie sich später herausstellen sollte...), den Ausweis des Empfängers mitgenommen statt meinen eigenen. Ergo war ich nicht im Stande, meine Identität nachzuweisen (schade, dass Mintschi und ich noch nicht berühmt sind...) und der Postmann glaubte mir nicht ganz, dass ich Herr Auer Michael sein könnte (auf dem Foto trug Michl nämlich gerade Bart und ich war frisch rasiert). Nun gut, beim zweiten Mal war ich ausgerüstet mit meinem eigenen Führerschein, auf dem man mich allerdings auch eher als Sinead O'Connor erkennt. Es folgte folgender wortgetreuer Dialog mit dem Postmann:
P: Wer san den sie überhaupt zum Herrn Auer?
(geantwortet hätte ich gerne: "sei Stationswacht" - unterliess das dann aber...)
J: Jo, des frog i mi a manchmoi. Na, er is mei Freind.
P: Aha, oiso Lebensgefährte.
J: Wenns sie's so hart bezeichnen wollen, ja.
Michl muss wohl schon mehrer Freundinnen auf die Post geschickt haben, weil er mir vorher den selben Term an den Kopf warf, und ich eigentlich schon darauf vorbereitet hätte sein sollen, die ausgesprochene Feststellung dessen im eigentlichen Sinne, noch dazu durch einen Dritten, konnte dann aber nichts an Bedrohlichkeit dieses Terms schmälern.

Thursday, March 10, 2005

auf der Flucht vor tödlicher Dialektologie

Wisst ihr was schön ist, wenn man schon am Flughafen in Stuttgart einen echten wiener Dialekt hört, da kommt Freude auf! das Schwäbische ist nämlich ein Grauss, dieser von Diminutiven verseuchte Schwall von sinnlos aneinander gereiten Wortfetzen, nein bitte nicht! Am Liebsten würde ich ein Scheufle vol Dreckle nehmen und es dem Schwäble ins Mäule stopfen.
Ausserdem bin ich in letzter Zeit immer sehr dazu hingerissen, einen deutschen Polizisten zu fragen:
J:"Wer san den sie überhaupt in ihrer grünen Uniform?"
P:"Ich bin ein Polizist"
J:"Aha, a Polizist, von wem, von da Gemeinde?"
P:"Jawohl, von der deutschen Gemeinde"
J:"Aha, von di Deitschen."
P:"Sie wissen schon dass fechten, hausieren, auf Deutschland schimpfen verboten ist!"
J:"Na verboten is net."
P:"Tun sie sich mal mit dem gesammten Gesetzt in Verbindung setzten!"

Konsistenzen (nur für die Harten unter euch!)

Da meine Billig-DM-Gesichtscrèmen dazu tendieren, in Kulturbeuteln von in der Schweiz abtrünnigen Ost-tirolern zu verschwinden, sah ich mich heute gezwungen eine neue zu kaufen. Und nun kommst: überraschend war die Konsistenz dieser, denn die ähnelt enorm jener von männlicher Samenflüssigkeit! (das kenn ich aus dem Fernsehn). Ich war peinlich berührt und es war doch etwas Seltsam, wenn auch nicht gerade unangenehm, sich dies ins Gesicht zu schmieren - was mich dann letztendlich beruhigte war die Tatsache, dass sie nach Zitrone und nicht nach Camembert riecht, mal sehn wie sie wirkt...angeblich ist es ja gut für die Haut.

In einer Stunde mache ich mich auf den Weg in die Heimat! Meine Armee ist versorgt, und ich freue mich auf echte Kühlflüssigkeiten :-)
Ins Hamam Bad werde ich meine treuen Freunde nicht begleiten, denn ich habe Angst davor sie alle nackt zu sehn. Allerdings fürchte ich, dass die Tatsache, dass sie sich dann untereinander alle nackt sahen, mich ein wenig auschliessen wird...

Wednesday, March 09, 2005

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wir gründen eine Armee!

Um mich zu schützen, vor den feindlichen Übergriffen der Deutschen! habe ich beschlossen, eine Armee zu gründen. Da es an geeigneten intelligenten menschlichen Material fehlt, wandte ich mich an meine einzigen Freunde hier, die wilden Schweine. Sofort erklärten sie sich bereit dazu, mit mir Seite an Seite gegen den alles vernichtenden deutschen Ungeist zu kämpfen. Gemeinsam treten wir nun an, gegen die Irrationalität aus größtem Unverständnis, blindem Verstehen aus kältester Pflicherfüllung und wärmste Sinnlosigkeit.
Sehen sie oben Bilder meiner 4 tapferen Rekruten, beim schweren Training im Schnee.