diary of a resistor

Monday, March 14, 2005

falsche Wertevermittlung und Konditionierung

Minki und Alois haben mir heute gestanden, dass ihr ganzes "wir vermissen dich und komm zurück zu uns" nicht echt war, sondern blosses Getue von zwei sich in Sicherheit wiegenden, keine echte drohende Gefahr Sehenden. Nun da sie wissen, ich komme mit Anfang Mai wirklich zurürck, haben sie Angst um ihre "Privatsphäre" und fürchten meine dauernde Belagerung. Ich hätte es wissen müssen! Spätestens als sie mich zwangen, sie auf eine Geburtstagsfeier zu begleiten, um mich, hinterlistig wie sie sind, an den Mann zu bringen, der mich von allzu often Besuchen bei ihnen, oder gar Übernachtungen abhalten sollte. Die benannte Feierlichkeit war ein einziges Szenario, welches eine bessere Kulisse nicht hätte bieten können: AC/DC Plakate an den Wänden, eine Figur von Angus Young, Motorradzeitschriften am Klo, White Russian zu trinken, Statistik- und Tierbücher in den Regalen, und ein gerade 30 jähriger aufgeweckter ideal gemischter junger Mann. Zu guter letzt - AC/DC Videos auf Großbildleinwand - dagegen war ich machtlos und davon gingen sie aus! Vorher hatten sie sogar noch meinen Kalender studiert um die rechte Zyklusphase auszuwählen. Als Geschenk verpackt führten sie mich quasi vor, wie ein Reh einem Komodowaran, obschon böse Zungen behaupten, die Opfer/Täter Rollenverteilung sei noch nicht ganz geklärt. Trotz dieser eigentlich geschickt eingefädelten List meiner zwei, vielleicht eines Tages in Glashütten, der Metropole des süd-östlichen Österreichs, wohnenden Freunden, muss ich einmal hier in aller Deutlichkeit sagen: danke! die Früchte eurer Arbeit werden geerntet.

2 Comments:

At 12:23 PM, Blogger Dominika Meindl said...

Liebe Julia! Leider gut erkannt! Nur in der Ursachen- bzw. Motovationsanalyse muss ich dich korrigieren: Es geht uns nicht so sehr um den Schutz unserer Privatsphäre vor dir, sondern darum, den perfekten Humorsklaven heranzuzüchten - das ganze war also ein Experiment, das unsere Hypothesen kaum besser bestätigen hätte können. Das "kaum" bezeichnet die leidige Tatsachen, dass ein ebensolcher Humorsklave noch nicht auf dem Weg ist.
Nichtsdestotrotz waren Prof. Stifter und ich erstaunt, wie leicht Sie, liebes Voglviech, es uns gemacht haben!
Nun dürfen Sie aber zurück, auch wenn wir uns vor dem Stichtag (1.5.05) in der Tat ein wenig fürchten (ich zitiere: "miiiiiiiinki, i hätt an Duascht!" oder "I hob aa a Brille!" oder "I mog a Buttabrot!")
Hochachtungsvoll: Mag Minkschi

 
At 12:13 AM, Blogger jules said...

"kaum" - loss mi orbeiten!

 

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